Neues Hallenbad in Rees feierlich eingeweiht

Gestern wurde das neue Hallenbad am Grüttweg seiner Bestimmung übergeben. 93 geladene Gäste nahmen das barrierefreie Gebäude in Augenschein. Heute ab 9 Uhr kann jeder ins 28 Grad warme Nass eintauchen

Quelle: Neues Hallenbad in Rees feierlich eingeweiht

Die Mädchen und Jungen des Reeser Schwimmclubs konnten es kaum erwarten, ihre Vorführungen inklusive Staffelrennen im neuen, viel größeren Becken des städtischen Hallenbades zu präsentieren. Doch zuvor begrüßte Bürgermeister Christoph Gerwers die 93 geladenen Gäste, unter ihnen Ratsvertreter und Repräsentanten der am Bau beteiligten Firmen: „Wir sorgen hier für positive Schlagzeilen“, spielte er auf die Hallenbad-Schließungen etwa in Düsseldorf, Kassel, Bochum und Bad Tölz an.

Ganz ohne Panne startete der Festakt nicht. Das Mikrofon versagte, obwohl es morgens bei der Generalprobe noch einwandfrei funktioniert hatte. „Die Akustik ist herrlich, auch ohne Mikro“, lachte Gerwers.

„Mit dem neuen Hallenbad haben wir einen großen Beitrag für die Attraktivität unserer Stadt geleistet“, dankte er allen Beteiligten, besonders den Handwerkern für deren erstklassige Arbeit. „Wenn ich übers Wasser laufe, dann sagen mir meine Kritiker: Nicht einmal schwimmen kann der“, zitierte der Bürgermeister Ex-Nationaltrainer Berti Vogts. Durch den Hubboden könne er das in Rees aber, meinte Gerwers süffisant. Wobei die Technik ja für die Kleinen zum Schwimmenlernen ideal sei.

Vergessen waren gestern Bau-Verzögerungen, etwa wegen Probleme mit dem Untergrund oder Statik-Nachbesserungen. „Die Zusammenarbeit mit dem niederländischen Planungsunternehmen lief hervorragend“, lobte Gerwers das Büro. Die Realisierung des Bades, das von Pastoralreferent Ludger Dahmen eingeweiht wurde, nannte er ein echtes „Gemeinschaftswerk“.

Er freue sich jedenfalls, so Gerwers, dass auch künftig Reeser Kinder in der Stadt schwimmen lernen könnten – und auf den 25-Meter-Bahnen der Schwimmclub erstmals auch Wettkämpfe austragen könne.

Mutig ob frischer Wassertemperaturen müssen die Badegäste übrigens nicht sein, die ab heute um 9 Uhr ins Wasser hüpfen können. 28 Grad misst das Nass des 2,6 Meter tiefen Beckens.

Zudem haben die „Wasserraten“ im Vergleich zum alten Becken 56 Prozent mehr Wasserfläche zur Verfügung. Und immer freitags und samstags die Chance zum „Warmbade-Tag“ – bei 31 Grad.

Zehn Einzel-, zwei Sammel- und eine Behinderten-Umkleide gibt’s jetzt für die Schwimm-Freunde. Wobei Parkplatz-Probleme etwas entschärft sein dürften. Stehen doch mit weiteren 37 Stellflächen jetzt 67 Parkplätze bereit, darunter zwei für behinderte Besucher.

Das Bad-Personal durfte sich gestern noch über ein Geschenk freuen: Für jeden hatte der Bürgermeister ein Badeentchen mitgebracht.

Wolfgang Remy WAZ